Stand: 28.10.2013
Stand: 28.10.2013
Bezirksmuseum Buchen / Odenwald Stand: Oktober 2016
Bezirksmuseum Buchen / OdenwaldStand: Oktober 2016

Sammeln und Vermitteln

Liebe Besucherin, lieber Besucher

unseres virtuellen SprachRaums.

 

Sammeln und vermitteln sind die zentralen Aufgaben des Vereins Bezirksmuseum Buchen e.V.. Ein Besuch in unserem Museum ist ein Ausflug in die Lebenswelt unserer Vorfahren, die Begegnung mit Alltäglichem, mit Zeugnissen ihres Wirkens, Denkens und ihres Glaubens, ihrer Kunst und Kreativität.

Dafür haben wir Vieles gesammelt.

 

Jetzt hat das Bezirksmuseum Buchen auch Sprachen gesammelt, auf digitalen Tonträgern gespeichert und vermittelt sie hier im virtuellen SprachRaum, aber auch im realen Sprachraum im Trunzerhaus unseres Museumsareals. Es handelt es sich vor allem um die Alltagsspachen im Einzugsgebiet unseres Musuems. Dazu vermitteln wir Informationen aus der Welt der Dialektologie. - Viel Freude!

 

Ihr Dr. Wolfgang Hauck, Voristzender

BEZIRKSMUSEUM BUCHEN 

 

Muettersproch-Gsellschaft 

ist 50 Jahre alt.

Auszug aus: Wikipedia Oktober 2015

 

Die Muettersproch-Gsellschaft (MSG) ist ein Sprachverein, der sich zum Ziel gesetzt hat, die alemannische Mundart zu pflegen und zu erhalten. 

 

Mitglieder

Der 1966 in Freiburg im Breisgau gegründete Verein hat 3.500 Mitglieder aus dem alemannischen Sprachraum, im Elsass, der Schweiz, Vorarlberg, vor allem aber aus Südbaden. Mitglieder sind außerdem „verstreute“ Alemannen in Europa und Übersee. Neben den „normalen“ Mitgliedern sind die meisten Autoren und Liedermacher, die alemannisch schreiben, dabei. Im Jahr 1975 hatte der Verein 350 Mitglieder, 1977 1.000 Mitglieder.[2]

Regionalgruppen

Die Gsellschaft hat seit November 2010 ihren Sitz in Freiburg im Breisgau und ist in 20 Regionalgruppen gegliedert. Die Gruppen sind beheimatet am Rhein vom Geroldecker Land im Norden über das Dreiländereck im Süden und bis zu den Seealemannen im Osten. Weitere Gruppen sind im Schwarzwald angesiedelt von der nördlichsten Gruppe Offenburg bis zur südöstlichen Gruppe A Brige und Breg.

Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlig findet jedes Jahr an einem anderen Ort statt. Der offizielle Teil umfasst den Rechenschaftsbericht und die Entlastung, wenn notwendig gibt es auch Neuwahlen des Vorstands, danach Ausblick und Anträge. Im unterhaltsamen Teil wird ein kulturelles Programm geboten.

Präsident

Franz-Josef Winterhalter, der Bürgermeister von Oberried seit 2007

Aktivitäten

Sie gibt Anthologien heraus, hat (1982) mehrere zehntausend Unterschriften für mehr Mundart im Rundfunk und Fernsehen gesammelt, einen populären Aufkleber produziert („Bi uns cha mer au alemannisch schwätze“), organisiert verschiedene Dialekt-Wettbewerbe, veranstaltet Seminare und verleiht in unregelmäßiger Folge die Auszeichnung Alemanne-Antenne an Personen aus Rundfunk und Fernsehen, die sich für die alemannische Mundart einsetzen.

Dichter und Musiker

Rund 100 Dichter der alemannischen Mundart sind Mitglied in der Muettersproch-Gsellschaft. Musiker, die in Alemannisch singen, sind ebenfalls in der Muettersproch-Gsellschaft. Die Muettersproch-Gsellschaft und der Landesverein Badische Heimat haben ein Alemannisches Wörterbuch und en Alemannisches Liederbuch herausgegeben.

Vereinszeitschrift

Der Verein gibt halbjährlich die alemannischsprachige Zeitschrift „Alemannisch dunkt üs guet“ (Alemannisch finden wir gut) als Information und Plattform für seine Mitglieder heraus. Seit 1967 sind mehr als hundert Ausgaben erschienen. Die größten Rubriken sind: Us de Gruppe (Aus den Gruppen) und Des un sell (Vermischtes). Ferner werden neue Mitglieder, Ausflugsziele und Bücher/CDs vorgestellt sowie Gratulationen und Nachrufe veröffentlicht

Informationen auf der Internetseite

Auf der Internetseite werden Informationen über die nächste Regionalgruppe, die alten Vereinshefte von Alemannisch dunkt üs guet und Veranstaltungen rund ums Alemannische veröffentlicht. Im Gedichtarchiv sind alemannische Gedichte von über hundert verschiedenen Autoren gespeichert. Auf der Seite Dichte und musiziere sind die Biographien und Veröffentlichungen, Preise und Textproben von Dichtern und Musikgruppen aufgeführt.

Die Bibliothek

Die Bibliothek umfasst rund 900 alemannischsprachige Bücher mit Schwerpunkt aus der Badischen Region. Aber auch aus den alemannischsprachigen Gebieten Schweiz, Elsass und Vorarlberg sind Bücher vorhanden. Ein Großteil des Fundus sind Bücher, die von Alemannischen Autoren zur Besprechung eingeliefert wurden.

Gemeinschafts-Projekt Mundart in der Schule

Durch das Projekt Mundart in der Schule sollen den Schülern in Baden-Württemberg die Dialekte Fränkisch, Schwäbisch und Alemannisch vermittelt werden. Etwa 60 Literaten, Kabarettisten und Musiker können von Schulklassen und Arbeitsgemeinschaften zu einer Doppelstunde in Mundart eingeladen werden. Die Themenschwerpunkte der Künstler sind in der Broschüre „Mundart in der Schule“ beschrieben. So werden die unterschiedlichen Färbungen der Mundart und der Umgangssprache als kulturelle Bereicherung des Hochdeutschen erlebt. Die organisatorische Abwicklung erfolgt über die Muettersproch-Gsellschaft e. V., Mitveranstalter ist der Verein „schwäbische mund.art“ e. V. in Herrenberg.

Johann-Peter-Hebel-Medaille

Seit 1991 zeichnet die Regionalgruppe Hegau, mit 600 Mitgliedern die stärkste Regionalgruppe der Muettersproch-Gsellschaft, alljährlich Persönlichkeiten, die sich besonders um die alemannische Mundart verdient gemacht haben, mit der Johann-Peter-Hebel-Medaille aus.

 

Falscher Dialekt bei "Tannbach"

Fernsehen: „Dialekt-Debakel“ im ZDF

Sender nach Dreiteiler „Tannbach“ in der Kritik

 

Die Wahl des oberbayerischen Dialekts im ZDF-Dreiteiler "Tannbach" mit Heiner Lauterbach über das Nachkriegsschicksal des fränkischen Dorfs Mödlareuth hat auf Twitter einen Proteststurm ausgelöst. "Der bayrische Dialekt in ,Tannbach' zeugt von völliger Ignoranz. In dieser Gegend sprechen die Menschen fränkisch, und das klingt ganz anders", twitterte ein TV-Zuschauer. Der Mehrteiler ging am Mittwoch mit 6,59 Millionen Zuschauern zu Ende - ein Quotenhit.

Die Zeitung "Der Fränkische Tag" sprach von einem "Dialekt-Debakel": Tannbach sei nach Oberbayern verpflanzt worden, kommentierte sie. Dass das geografisch und geschichtlich keinen Sinn ergebe, spiele für die Filmemacher wohl keine Rolle. Verärgert zeigt sich der "Fränkische Bund". Der Mitbegründer des Verbandes, Joachim Kalb, sprach von einer "Dreistigkeit" des ZDF, "den Seppldialekt im fränkischen Mödlareuth erklingen zu lassen".

Eine ZDF-Sprecherin sagte gestern, die Filmemacher hätten im Vorfeld die Dialektfrage eingehend erörtert. "Es sollte auf jeden Fall eine ländliche Dialektfärbung sein", sagte sie. Auch sollte der Dialekt von möglichst vielen Zuschauern verstanden werden. dpa

© Mannheimer Morgen, Freitag, 09.01.2015

Siehe auch: http://www.t-online.de/unterhaltung/tv/id_72467438/-tannbach-soll-neu-synchronisiert-werden-fordert-dialektforscher.html

Und: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/2274904#/kanaluebersicht/2274904

 

Aktuelle Meldungen zur Thematik "Sprachen und Mundarten"

SprachRaum-Konzept vorgestellt.

Pressemitteilung vom 24. September 2013

Manfred Pfaus (Hettingen), Initiator des seit rund 4 Jahren in Buchen bestehenden Dialektprojekts „SprachRaum“, hat dieses Vorhaben beim Kreis-Seniorennachmittag am Dienstag (24.9.) in der Stadthalle Buchen vorgestellt.

 

Nach einer Übersicht über die deutschen und baden-württembergischen Mundarten stellte er auch die Dialektvielfalt im Neckar-Odenwald-Kreis dar.

 

In einer online-Präsentation zeigte der ehemalige Landtagsabgeordnete den Projektstand des „virtuellen SprachRaums“ in www.sprachraum.de. Dort werden Texte sichtbar und hörbar gemacht, die zwischen Odenwald und Taubergrund in den unterschiedlichen Dialekten gesprochen werden.

 

Er zeigte weiter auf, wie unter der Schirmherrschaft des Bezirksmuseums Buchen im Trunzerhaus in Buchen das „Sprachmuseum im Odenwald“ errichtet wird, ein „realer SprachRaum“. Anhand von Beispielen wird dort der große fränkische Sprachraum erlebbar gemacht. Ein „offenes Konzept“, wie Pfaus betonte.

 

Wer interessiert ist, an diesem Projekt mitzumachen, sei es als Sprecher oder als Singgruppe oder sei es als Technikbegleiter, wurde an diesem Nachmittag herzlich eingeladen.

 

 

Anastacia hört gerne deutsche Dialekte

Anastacia fühlt sich in Deutschland wohl.

Die US-Sängerin Anastacia (45) beneidet Deutschland um seine sprachliche Vielfalt.

 

Die US-Sängerin Anastacia (45) beneidet Deutschland um seine sprachliche Vielfalt.

"Ich liebe es, die unterschiedlichen deutschen Dialekte zu hören. Diese verschiedenen Sprachmelodien faszinieren mich", sagte sie am Sonntag im Europa-Park in Rust bei Freiburg der Nachrichtenagentur dpa.

"Man steigt nach einer Stunde Fahrt aus dem Auto, und die Menschen sprechen völlig anders als an dem Ort, an dem man losgefahren ist. Wir haben das in dieser Ausprägung nicht." Sie versuche zwar, alles zu verstehen. "Aber zum Beispiel in Bayern oder Sachsen gelingt mir das nicht immer."

Deutsch sprechen könne sie nur ein bisschen: "Dennoch ist Deutschland das Land, in dem mich derzeit viel und gerne aufhalte." Hier habe sie mit ihrer Arbeit den größten Erfolg.

dpa-Meldung vom 10. August 2014

 

So schrieb DIE WELT

http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/boulevard_nt/article131073919/Anastacia-hoert-gerne-deutsche-Dialekte.html

 

 

 

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