Stand: 28.10.2013
Stand: 28.10.2013
Bezirksmuseum Buchen / Odenwald Stand: November 2017
Bezirksmuseum Buchen / OdenwaldStand: November 2017

Sammeln und Vermitteln

Liebe Besucherin, lieber Besucher

unseres virtuellen SprachRaums.

 

Sammeln und vermitteln sind die zentralen Aufgaben des Vereins Bezirksmuseum Buchen e.V.. Ein Besuch in unserem Museum ist ein Ausflug in die Lebenswelt unserer Vorfahren, die Begegnung mit Alltäglichem, mit Zeugnissen ihres Wirkens, Denkens und ihres Glaubens, ihrer Kunst und Kreativität.

Dafür haben wir Vieles gesammelt.

 

Jetzt hat das Bezirksmuseum Buchen auch Sprachen gesammelt, auf digitalen Tonträgern gespeichert und vermittelt sie hier im virtuellen SprachRaum, aber auch im realen Sprachraum im Trunzerhaus unseres Museumsareals. Es handelt es sich vor allem um die Alltagsspachen im Einzugsgebiet unseres Musuems. Dazu vermitteln wir Informationen aus der Welt der Dialektologie. - Viel Freude!

 

Ihr Dr. Wolfgang Hauck, Voristzender

BEZIRKSMUSEUM BUCHEN 

 

Der Sprachraum

Hier im Projekt „SprachRaum“ ist der Begriff in dreifachem Sinn verwendet:

  • Es  handelt sich um Darstellungen im Internet. Darin befinden Sie sich gerade.
    Es ist der Virtuelle SprachRaum.
  • Es  handelt sich um vier Wände, innerhalb derer Sprache als Phänomen dargestellt wird, optisch durch Informationstafeln und Texte, unterstützt durch eine interaktive Wandtafel, und akustisch über abrufbare Tonträger.
    Es ist der Reale SprachRaum. (Er befindet sich im Trunzerhaus, im Museumsareal Buchen (Odw.)
  • Es ist das geografische Gebiet, in dem eine bestimmte Sprache gesprochen wird.
    Es ist der geografische Sprachraum.

 

Lapidar formuliert, ist ein Sprachraum das Gebiet, das durch eine bestimmte Sprache definiert werden kann.

 

Diese Sprache kann auch eine Mundart/ein Dialekt sein. Definitorisch wird hier der Begriff "Mundart" als Regionalsprache, der Begriff "Dialekt" eher als lokale Sprache verwendet,

  

Sprachräume  sind nicht nach allen Aspekten präzise abgrenzbar. Die hier relevanten Aspekte  sind Betrachtungskriterien der wissenschaftlichen Linguistik. - Beispiele:



Dialektgeographie

  • Sprachatlasverfahren  setzte sich durch.
  • 1876: Georg Wenker (Germanist und Bibliothekar) ließ im Rheinland die Dialekte übersetzen.
  • aus dem  Material, welches das „ Forschungsinstitut für deutsche Sprache, Deutscher Sprachatlas“ besitzt wurden Karten erstellt.
  • Fragebögen  zum „ Deutschen Wortatlas“ wurden von Walther Mitzka verschickt-
  • Isoglossen (Sprach-Grenzlinien) kennzeichnen Sprachgrenzen.
  • aus  Landkarten werden Sprachkarten
  • „Kombinationskarten“ zeigen in wie vielen und welchen Eigenheiten sich zwei Dialekte voneinander unterscheiden.
  • Sprachkarten sind Momentaufnahmen.

 

Entstehung von Dialektgrenzen

  • Völkerwanderungen  und Neubesiedlungen
  • Sprach- und Sprecherbewegungen
  • Stabile  Staatsgebilde
  • Aus  wirtschaftlichen, politischen und religiösen Gründen
  • Politische  Kontinuität
  • Anhaltend instabile und wechselnde Machtverhältnisse
  • Heutige politische Grenzen
  • Naturräumliche  Grenzen
  • Beeinflussung durch Dialektsprecher selber
  • Wirtschafts-  und Verkehrsräume

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Bezirksmuseum Buchen (Odw.)